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Kaddi Cutz: „Warum ich meistens keinen Freund habe – und wenn, dann nur kurz“

„Love is in the Äääärrrrr! Dudududududuuuu. Love is in the Äääääähääärr!“, plärrt es aus dem Radio.
Ich schaue mich suchend um. In the Air is alles Mögliche. Staubpartikel zum Beispiel. (…) Love ist aber tendenziell eher nicht dabei. Wie sollte es auch?

Hach ja, die Liebe! Auf der Suche nach ihr sind schon einige gescheitert – vermutlich, weil sie manchmal einfach nicht gefunden werden will und dafür tief in die Trickkiste greift. Dann lauert hinter jeder Ecke Ungemach: Ob in Gestalt von Sören, bei dem man es lieber beim bloßen Kennenlernen über eine Dating-App hätte belassen sollen, einer Mutter mit Features, für die es eine Bedienungsanleitung braucht, oder nutzlosen Beziehungsratgebern in Frauenzeitschriften – das Chaos kennt keine Grenzen.

Kaddi Cutz’ zweiter Erzählband ist einmal mehr voller mitreißender Kurzprosa und knackiger Slam-Texte über sensationelle Lebens- und Liebesskurrilitäten. Ein Muss auch für Nicht-Singles.[Weiterlesen]

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Kaddi Cutz: „Voll viel Geräusch“

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Wenn das eigene Leben zu laut geworden ist, dann ist es allerhöchste Zeit, auf stumm zu schalten und einfach mal still zuzuhören:

Ob in der Bahn mit anarchistischen Fahrkartenkontrolleuren, beim Schuhekaufen mit widerspenstigen Heimkindern, als Fußball hassende Tauschmutti in einer Kickerfamilie, beim Date mit Ronnys und Dynamo-Ultras oder als unfreiwilliger Gast einer obskuren Motto-Party zur Aufarbeitung von Kindheitstraumata – Krach und Krawall überall. Oft hilft dann bloß: Ohren zu und tief durchatmen, möchte man lieber von Zuckerwatte in Paris träumen, sich mit den Tücken des Sozialarbeiter-Daseins auseinandersetzen oder auch einfach nur mal wieder seine Tassen im Schrank auf Vollständigkeit überprüfen.[Weiterlesen]

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Karsten Strack (Hrsg): „Schreiben statt Jammern“

Schreiben statt JammernWir stehen uns gegenüber. Schöne Statuen der Unfähigkeit. Je später es wird, desto mehr fühle ich mich krank. Fieberträume der Peinlichkeit, Herzkammerdings. Maul- und Frauenseuche. Tinderpest. Im Endstadium.

Sie sagt: „Komm, wir spielen Schnick, Schnack, Schnuck. Wer verliert, muss den anderen küssen.“ „Okay“, sage ich. „Okay, aber ich, ich nehme Stein.“ (Julian Heun – Flirten)

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